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Erektionsstörung: Antenne des Herzens

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Oops, er steht nicht mehr so richtig. Na ja, dagegen gibt’s ja inzwischen die kleinen blauen Tabletten. Aber ist damit das Problem gelöst oder steckt mehr dahinter?


Inhalt:

Warum wichtig?

Interviewgast

Der physiologische Erektionsvorgang

Was sind Erektionsstörungen

Wann und wie oft?

Ursachen

Notwendige ärztliche Untersuchungen

Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen?

Viagra©, Levitra©, Cialis© und Co. (Die PDE-5 Hemmer)

Psychotherapie

Konkrete Tipps zu Geschlechtsverkehr?

Schwellkörperautoinjektion (SKAT)

Vakuumpumpe

Schwellkörperprothese

1. Wie kommen wir in Kontakt //

2. Meine Bitte an Sie: //

Pharma-Song: //

Zusammenfassung:

Nächste Woche:

Belege



Warum wichtig?

  • Erektionsstörungen sind häufig zw. 40-70 J

    • manchmal: 52%, 

    • regelmäßig: 10%

  • Frühzeichen für Herz-Kreislauf-Risiko: 

    • ONTARGET, TRANSCEND Nachbefragung 2 und 4 Jahre: 

    • Doppelt so hohes Risiko für Herzinfarkt / Schlaganfall, 

    • Risiko steigt mit Schwere der ED

  • Daher: Die Antenne des Herzens

  • Risiko: Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck

  • Häufige Arzneimittelnebenwirkung

  • Nicht nur kein Tabuthema sondern muss offen und früh angegangen werden


Interviewgast

Dr. med. Christoph Pies

Facharzt für Urologie aus Stolberg in NRW

und Autor zweier medizinischer Ratgeber zur Männergesundheit

und

beide erschienen im Herbig-Verlag


Der physiologische Erektionsvorgang

Das Schwellkörpergewebe selbst weist eine schwammartige Struktur auf. Vereinfacht gesagt tritt eine Erektion dadurch ein, dass die Blutzufuhr durch Erweiterung der Arterien gesteigert wird. Das Blut wird vom Herz unter Druck in das schwammartige Gewebe des Schwellkörpers gepumpt. Dieser ist wiederum umgeben vom festen Bindegewebe der Schwellkörperwand. Die Blutgefäße, welche sonst für den Blutabstrom sorgen (Venen), werden hierbei zusammengepresst, sodass der Druck im Schwellkörper ansteigt und sich der Penis so versteift und aufrichtet.


Der Ablauf einer physiologischen Erektion stellt einen komplexen Vorgang dar. Das Zusammenspiel von Nerven auf Ebene des Gehirns, Rückenmarkes und Beckens mit Blutgefäßen und Hormonen ist hierbei notwendig und kann durch psychische Faktoren, Hormonstörungen, Gefäß- oder Nervenerkrankungen, sowie Veränderungen des Schwellkörpergewebes gestört werden.


Häufig besteht auch eine Kombination aus mehreren Faktoren.


Was sind Erektionsstörungen

Die mangelnde Versteifungsfähigkeit des Penis, bzw. die ungenügende Dauer der Versteifung, wird als Erektionsstörung bezeichnet. Eine länger andauernde Erektionsstörung, die einen Geschlechtsverkehr unmöglich macht, ist eine Krankheit.


Wann und wie oft?

Erektionsstörungen treten mit zunehmendem Alter häufiger auf. Betroffen sind etwa 1 bis 2% der 40jährigen und ca. 15 bis 20% der 65jährigen. Rauchen stellt den Hauptrisikofaktor für das Auftreten einer Erektionsstörung dar.


Ursachen

Erektionsstörungen können entweder ohne erkennbare Ursache, oder als Folge einer anderen Erkrankung, z. B. einer Zuckererkrankung (Diabetes mellitus), einer Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose), einer Nervenerkrankung (Polyneuropathie) oder eines Bluthochdrucks, auftreten. Zudem kann eine Erektionsstörung als Folge der Einnahme von verschieden Medikamenten (bei Bluthochdruck, Antidepressiva etc.) auftreten.


Notwendige ärztliche Untersuchungen


Wann zum Arzt? Wenn das Problem über sechs Monate bei zwei Dritteln aller sexuellen Aktivitäten auftritt.


Vor Einleitung einer Therapie sollten eine gründliche Voruntersuchung des betroffenen Mannes erfolgen, um Ursachen und Risikofaktoren genauer beurteilen und ggf. behandeln zu können. Dies dient u.a. dazu Folgekrankheiten, wie z.B. einem Herzinfarkt, vorzubeugen.


Da eine Erektionsstörung die Folge einer bislang unentdeckten, schwerwiegenden Erkrankung sein kann, sollte vor der Einleitung einer Behandlung unbedingt eine gründliche ärztliche Untersuchung erfolgen. Auch sollte Ihr Arzt abwägen, ob in Ihrem Fall bestimmte Behandlungsarten möglich sind oder auf Grund von etwaigen Nebenwirkungen bei Ihnen nicht angewendet werden sollten und Sie dahingehend beraten.


Internist

Blutdruck

Gefäßcheck

Diabetes?


Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen?

Grundsätzlich bestehen verschiedene Therapieansätze, welche sich nach Ursache der Erkrankung, Alter und Risikofaktoren des Patienten und nach Präferenz des Patienten richten.


Viagra©, Levitra©, Cialis© und Co. (Die PDE-5 Hemmer)

Als erster PDE-5 (Phosphodiesterase-5 Hemmer) wurde 1998 Viagra© zugelassen. Ursprünglich wurde der Wirkstoff zur Behandlung eines Lungenbluthochdruckes entwickelt. In den Studien berichteten Patienten jedoch über eine Verbesserung der erektilen Funktion, sozusagen als „Nebenwirkung“.


Hiernach wurde der Wirkstoff Sildenafil auch zur Behandlung der Erektilen Funktion geprüft und zugelassen.


In den Folgejahren gelangten weitere PDE-5 Hemmer, wie Vardenafil (Levitra©)und Tadalafil (Cialis©) zur Zulassung, welche sich in der Wirkungsweise ähnlich sind, sich jedoch durch die Wirkdauer und Stoffwechsel im Körper (Pharmakokinetik) unterscheiden.


Die Wirkung der Medikamente zielt auf eine stärkere Erweiterung der den Penis versorgenden Blutgefäße ab, sodass die Erektionsfähigkeit verbessert wird.


Häufige Nebenwirkungen dieser Medikamente können Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck und Sehstörungen (verschwommen Sehen, Farbsehstörungen) sein.


Zu weiteren Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Insbesondere sollte durch einen Arzt geprüft werden, ob Gründe und Risikofaktoren (z.B. Medikamentenunverträglichkeiten) bestehen, welche gegen die Einnahme derartiger Arzneimittel sprechen.


Seit Juni 2013 ist Sildenafil nun auch von verschiedenen Generika-Herstellern zu beziehen. Vom Kauf aus unklaren Quellen (z.B. Unklare Quelle im Internet) sei an dieser Stelle erneut abgeraten.


Wie wirken Viagra und co?

Unterschiede 

Harmlos? Worauf aufpassen?

Psychotherapie

Bei zahlreichen Patienten, insbesondere in den jüngeren Lebensjahren, findet eine psychische Komponente als möglicher Auslöser der Erektionsstörung.


Ggf. kann hier die Überweisung an einen spezialisierten Psychotherapeuten/


Psychiater zur Klärung möglicher Therapieansätze sinnvoll sein.

Konkrete Tipps zu Geschlechtsverkehr?

Kein Stress machen?

Keine Fixierung?

Schwellkörperautoinjektion (SKAT)


Eine Depression kann Erektionsprobleme machen und Erektionsprobleme können depressiv machen. Wie kann dieser Teufelskreis unterbrochen werden?


Tritt eine depressive Verstimmung als Folge der Erektionsstörung auf, ist es wichtig, diese zu therapieren. Wenn der Mann erlebt, dass seine Erektion wieder gut funktioniert, verschwinden in der Regel auch die depressiven Symptome. Anders herum ist es schwieriger: Ein Mann mit Depressionen bekommt meist Medikamente, die eine Erektionsstörung auslösen können. Hier ist es wichtig, gemeinsam mit dem Arzt eine gute Lösung zu finden.



Sollte die Verwendung der in Tablettenform erhältlichen Medikamente zu keiner ausreichenden Besserung der Erektionsstörung geführt haben, kann die Anwendung von Wirkstoffen welche direkt in den Schwellkörper injiziert werden probiert werden. Hierbei erfolgt die erste Anwendung zumeist durch den Urologen/-in um den ersten Therapieerfolg zu beurteilen und um ggf. sonographisch die Durchblutung der Penisschwellkörper messen zu können.


Sollte hier ein Therapieerfolg feststellbar sein, kann die Anwendung durch den Patienten selbst erfolgen. Hierzu ist eine Selbstinjektion ca. 10-20 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr notwendig. Seitens der Pharmaunternehmen werden hier individuell dosierbare Fertigspritzen angeboten (z.B. CAVERJECT©). Die hierbei verwendeten Nadeln sind sehr dünn und mit denen eines Insulin-Pen bei Diabetikern vergleichbar. Die Anwendung ist somit nicht schmerzhaft.


Alternativ kann der hier verwendete Wirkstoff auch über eine Schmelztablette in die Harnröhre eingeführt werden (MUSE©).


Welches Verfahren gewählt wird, sollte der Arzt gemeinsam mit dem Patienten in einem individuellen Gespräch entscheiden.

Vakuumpumpe

Alternativ zur Verwendung von Medikamente kann die Verwendung einer Vakuumpumpe zur Behandlung der Erektionsstörung probiert werden. Hierbei wird ein Zylinder über Penis gestülpt in welchem ein Vakuum erzeugt wird. Hierdurch dehnt sich der Schwellkörper und Blut strömt in den Penis ein. Sobald die Erektion eingetreten ist wird ein Gummiring über die Penisbasis gestülpt, welcher das Abfließen des Blutes verhindern soll.

Schwellkörperprothese

Sollten die bislang genannten Behandlungsmöglichkeiten ohne Erfolg geblieben sein, steht als letzte Option die Implantation einer Schwellkörperprothese.


Hierbei werden die Schwellkörper durch halbfeste (semiregide) oder hydraulische Prothesenschenkel ersetzt. Bei hydraulischen Prothesen besteht über einen Ventilmechanismus die Möglichkeit die Schwellkörperprothese zu aktivieren und zu deaktivieren und somit die Erektion zu steuern.


Da durch die Operation die Schwammstruktur des Schwellkörpers geschädigt wird, ist es nach einem solchen Eingriff nicht möglich, auf andere Therapiemöglichkeiten (Tabletten, SKAT) zurück zu wechseln.


Entsprechende Operationen werden in spezialisierten Zentren vorgenommen.


Die Diagnostik und Behandlungsplanung sollte bei jeden Patienten individuell erfolgen. Wenden Sie Sich an einen niedergelassenen Urologen. Dieser wird Sie entsprechend beraten und mit Ihnen ein Therapiekonzept erarbeiten.


Bevor ich das Wichtigste nochmal zusammenfasse, 

1. Wie kommen wir in Kontakt //

z. B. für Fragen, Anregungen und Themenwünsche

2. Meine Bitte an Sie: //

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Pharma-Song: //  

Der heutige Song lautet

  • “Viagra”

  • von System Band 

  • vom 2006er Best of Album “Les Grandes Voix” Die tollen Stimmen

  • Zitat: “Viagra, Viagra, Viagra...”.

https://open.spotify.com/track/40fToR1rS2IWnw408UpFWg?si=izBfW0eBT3eLPKPqAXnoCg //  


Zusammenfassung: 

  • Häufig

  • Heilbar und vor allem vorbeugbar: Rauchen. Diabetes, Bluthochdruck

  • Antenne des Mannes


Nächste Woche:

Schilddrüsenhormone, insbesondere die Übertherapie, häufigst verordnetes Arzneimittel



Belege

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