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Natürlich verhüten

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Inhalt: Warum wichtig? Ohne Hormone, natürliche Verhütung Pearl-Index Natürlich Aufwachtemperatur Symptothermalen Methode (natürliche Familienplanung, NFP) Digital Kinderwunsch? Barriere Kondom/Femidom Allergie Ursache Latex-Allergie: Latexfreie Kondome Femidom „Kondom für die Frau“ Diaphragma Spermien inaktivieren oder töten Spermizid Kupferspirale Magnetresonanztomografie (MRT) sicher? Sterilisation: sicher, aber endgültig Frauen Männer Interviewgast Endgültigkeit

  1. Meine Bitte an Sie: //
  2. Wie kommen wir in Kontakt // Pharma-Song: // Zusammenfassung: Nächste Woche: Belege

Warum wichtig? Rate der ungewollten Schwangerschaften noch bei 45 % Orale Kontrazeptiva bieten die höchste Sicherheit, doch. Kontraindikationen wie Bluthochdruck oder eine Thrombose in der Vorgeschichte Nebenwirkungen der „Pille“, Rückgang der Libido, Krebsrisiko Kosten Seltener Geschlechtsverkehr

Ohne Hormone, natürliche Verhütung Ganz natürlich symptothermaler ± Hormone Barriere, z.B. Kondom, Diaphragma, und chemisch. Spermien inaktivierend/abtötend: Weltweit die häufigste reversible: Kupferspirale Richtig angewandt allein, besser noch in Kombination Sterilisation (iireversibel): Mann oder meist Frau, häufigste überhaupt

Pearl-Index Schätzt die Wirksamkeit von Empfängnisverhütungsmethoden ein. Wie viele von 100 sexuell aktiven Frauen bei Verwendung einer bestimmten Methode innerhalb eines Jahres schwanger werden.

Bei regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr ohne jegliche Form der Empfängnisverhütung = Fruchtbarkeit altersabhängig 92 bei 19–26-jährigen Frauen, 86-87 für Frauen zwischen 27 und 34 Jahren 82 für Frauen zwischen 35 und 39 Jahren 45–50 sinkt mit dem Einsetzen der Menopause auf 0.

Sicherheit hormoneller Verhütungsmittel mit natürlichen Methoden kaum zu erreichen, außer Sterilisation Hormonimplantat 0 bis 0,08 Sterilisation des Mannes 0,1 „Pille“ 0,1 bis 0,9 Hormonspirale 0,16 Sterilisation der Frau 0,2 bis 0,3 Depotspritze 0,3 bis 0,88 Kupferspirale 0,3 bis 0,8 Vaginalring 0,4 bis 0,65 Mini-„Pille“ 0,5 bis 3 Verhütungspflaster 0,72 bis 0,9 Basaltemperatur-Methode 0,8 bis 3 Diaphragma 1 bis 20 Kondom 2 bis 12 chemische Verhütungsmittel 3 bis 21 Koitus interruptus 4 bis 18 Kondom für die Frau 5 bis 25 Portiokappe 6 Kalendermethode 9

Natürlich Aufwachtemperatur Tägliche Messung Niedrigster Wert zeigt Eisprung an Zwei Tage danach steigt die Basaltemperatur um etwa 0,2 bis 0,5 °C. Ab dem dritten Tag der erhöhten Temperatur bis zur nächsten Blutung nicht empfängnisbereit.

Symptothermalen Methode (natürliche Familienplanung, NFP) Zusätzlich Symptome Zervixschleims Muttermunds

Die Tage, an denen eine Frau schwanger werden kann, an den Fingern einer Hand abzählen. Mit der lassen sich diese Tage mit hoher Sicherheit identifizieren. Findet dann definitiv kein Geschlechtsverkehr statt, ist die Methode sehr sicher. Bei strenger Anwendung darf nur an den Tagen nach dem Eisprung bis zur Regelblutung Geschlechtsverkehr stattfinden. Das bedeutet aber auch, dass die Frau sich täglich mit ihrem Körper beschäftigt und die Messungen notiert. Hauptsächliches Problem: Paare nicht konsequent. Digital Apps zur natürlichen Familienplanung (NFP-Apps) nur Verwaltung der Daten, nicht Berechnung potenziell unfruchtbarer Tage Schlecht: von 23 nur 2 gut: MyNFP (Android+iOS), Lady Cycle (nur Android) https://www.test.de/Zyklus-Apps-im-Test-5254377-0/ Fragen unnötige private Informationen ab – wie den echten Namen der Anwenderin, das Geburts­datum oder über­flüssige Angaben zur Gesundheit. Neun Apps über­tragen Daten, mit denen sich die Anwenderin verfolgen lässt, etwa die Smartphone-Geräteidentifikations­nummer. So kann etwa Werbung gezielt geschaltet werden. Verhütungscomputer kleiner tragbarer Computer mit automatischer Anzeige des aktuellen Zyklustags und Fruchtbarkeitsstatus; Je länger ein Verhütungscomputer benutzt und mit Zyklusdaten „gefüttert" wird, desto mehr sichere „grüne" Tage kann er ausweisen. Anzahl der gefährlichen, roten Tage nach etwa 4 Monaten von anfänglichen 10-15 auf 6-12 reduziert. https://www.vergleich.org/zykluscomputer/?tr_source=google&tr_medium=cpc&gid=CjwKCAjwk6P2BRAIEiwAfVJ0rIlJIqigl5RcYYGu3KdIkFm17cFtXeKT4u_ZAulm2VbPgYG8GxLbZBoC8EQQAvD_BwE Temperaturcomputer (Trackle, Daysy) zur Messung der Aufwachtemperatur funktionieren nach dem Prinzip der Basaltemperaturmethode Hormoncomputer (Clearblue Advanced) bestimmen die LH- und Östrogenwerte durch Einlegen eines urinbenetzten Teststäbchens; Verfälschungen durch Antibiotika, Nierenerkrankungen oder Hormonbehandlungen Der Pearl-Index dennoch nur 5. Versagt vor allem bei stark schwankenden Zyklen und bei Zyklen ohne Eisprung (Indiz unregelmäßige Perioden und Zwischenblutungen oder Schmierblutungen) Zeitumstellungen (z. B. auf Reisen) Unregelmäßige Tagesstruktur (Schichtdienst). Kinderwunsch? Umgekehrt auch nutzen um bei Kinderwunsch die fruchtbaren Tage zu berechnen.

Barriere Kondom/Femidom Diaphragma

Kondom/Femidom Der Deutschen liebstes natürliches Verhütungsmittel ist das Kondom. 45% der befragten Männer, 29% der befragten Frauen Direkt nach der „Pille“ (53%) Vorteil: Sie schützen gleichzeitig vor den meisten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Allergie 2% der Menschen an den Schleimhäute im Genitalbereich Juckreiz, Brennen und Quaddelbildung, in einigen Fällen über den ganzen Körper. Sogar die Augenlider können anschwellen. Besonders Frauen betroffen, aber auch Männer am Penis Rötungen und Schwellungen einige Zeit nach dem Sex. Manche Menschen reagieren wie beim Heuschnupfen mit tränenden Augen, laufender Nase, Brennen im Hals und Reizhusten bis hin zu Asthmaanfällen. Auch Magen-Darm-Beschwerden sind denkbar. Ganz vereinzelt reagiert das Immunsystem übersensibel und es kommt zum allergischen Schock. In diesem Fall muss ein Notarzt gerufen werden. Ursache Latex-Allergie: Naturprodukt oder synthetisch. Allergische Reaktionen auf beide. Im Naturlatex: Eiweißstoffe Synthetisches Latex: Zusatzstoffe. Haushaltsgegenstände: Gummihandschuhe, Schnuller, Luftballons, Wärmflaschen Im medizinischen Bereich: Einmalhandschuhen, Pflaster und Katheter → 10-17% Latexfreie Kondome z.B. aus Polyisopren zurückgegriffen werden. Femidom „Kondom für die Frau“ Deutschland unbeliebt, unsicher. Ein Schlauch mit zwei Ringen, der in die Scheide eingeführt wird und dadurch die Scheidenwand auskleidet. Der weiche Ring innen sorgt dafür, dass das Femidom nicht herausrutscht. Der zweite Ring bleibt ausserhalb des Körpers. Polyurethan, kein Latex. Nicht nur ein guter Schutz vor Schwangerschaft, sondern ist auch das einzige Verhütungsmittel, das Frauen die Möglichkeit bietet, sich vor sexuell übertragbaren Erkrankungen selbst zu schützen. Bis zu zehn Stunden vor dem Geschlechtsverkehr einsetztbar.

Diaphragma Ebenfalls nur bei Bedarf: halbe Stunde vor dem ­Geschlechtsverkehr eingesetzt, frühestens acht Stunden nach dem Geschlechtsverkehr entfernt zwischen dem hinteren Scheidengewölbe und dem Schambein vom Frauenarzt individuell angepasst Erneute Anpassung nach einer Geburt oder Gewichtszunahme >3kg Haltbarkeit 5 Jahre, regelmäßig auf Risse prüfen Sollte mit einem Spermizid kombiniert werden

Spermien inaktivieren oder töten Spermizide Kupfer

Spermizid Nonoxynol 9, Milchsäure und Zitronensäure „Add-on“ In Kombination mit Barrieremethoden wie Kondomen oder Diaphragma Salben, Cremes, Zäpfchen oder Schäume zur Verfügung. Anwendung 20 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr möglichst bis zum Muttermund. Wirkt etwa eine Stunde für einen Samenerguss. Nebenwirkungen: Milchsäure und Zitronensäure weniger Nonoxynol Scheidenschleimhaut reizen (Brennen, Wärmegefühl), Allergien.

Kupferspirale Mechanisch plus Kupfer vermindert die Beweglichkeit der Spermien so, dass sie die Eizelle nicht mehr befruchten können. Risikoarm und effektiv: der Pearl-Index liegt mit 0,3-0,8 sehr niedrig, fast so sicher wie die Antibabypille. Weltweit am weitesten verbreitete Mittel zur reversiblen Empfängnisverhütung. In Deutschland 10 % der Frauen, in China 46 %. Wird während der Menstruation in die Gebärmutter eingelegt kann bis zu 5 Jahren bleiben, als für langfristige Verhütung Sitz alle 6 Monate kontrollieren. Entzündungen sind möglich. Magnetresonanztomografie (MRT) sicher? Hohe Magnetfeldstärken, können in Metallen hohe Temperaturen erzeugen Jedoch kein Risiko für mögliche Schädigung CT-Bildgebung: Qualität im Bereich der Spirale beeinträchtigt (Neumann et al. 2019)

Sterilisation: sicher, aber endgültig Frauen Weltweit die häufigste Verhütung: Laparoskopisch Vollnarkose, Narbe Eileiter werden per Elektrokoagulation verschweißt oder mit einem Clip abgeklemmt. Der Eisprung findet also weiterhin statt, die Eizelle aber gelangt nicht mehr über die Eileiter in die Gebärmutter, sondern wird in der Bauchhöhle abgebaut. Komplikationen Infektionen, Nachblutungen, Schmerzen, Thrombosen, Verletzung von Nachbarorganen. Hysteroskopische: in den Kinderschuhen, zwei Verfahren (la Chapelle et al. 2015): Die Schwangerschaftsrate und Inzidenz der Komplikationen und Schweregrad offen. ­Evidenz ist schlecht. In Deutschland nur sehr selten. Essure®: zwei Mikrospiralen aus Polyesterfasern, Nickel-Titan und Edelstahl in die Öffnungen der Eileiter, Narbe, Tube verlegt, ohne Narkose, keine Bauchnarben. Zahlreiche Beschwerden zur Wirksamkeit und Sicherheit, Komplikationen irreguläre Blutungen, Unterleibskrämpfe, Metall-Allergie, Wandern in Bauchraum Ovabloc®: Eileiter mit einem weichen Stift verschlossen. Männer Weitaus seltener, obwohl Eingriff viel einfacher und risikoärmer. In Deutschland entscheiden sich rund 5% der Männer zwischen 18 und 49 Die Samenleiter werden unter örtlicher Betäubung durchtrennt. Das Ejakulat wird in Abständen kontrolliert, bis keine Spermien mehr nachgewiesen; dauert 4-5 Monate, in denen sicher verhütet werden muss. 1/400 Männern bleibt zeugungsfähig. Erektion, Ejakulation und Orgasmus werden durch den Eingriff nicht beeinflusst Komplikationen: Narbe, Wundheilung, Infektion, Hodenentzündungen Prostatakrebs (Bhindi et al. 2017) Neu: An der Studie des Epidemiologen Anders Husby aus Kopenhagen nahmen mehr als 2M dänische Männer teil, zwischen 1937 und 1996 geboren. Davon knapp 140.000 Männer Vasektomie, zum Zeitpunkt des Eingriffs 38 Jahre. Mehr als 26.000 Männer erkrankten an Prostatakrebs, mit Vasektomie 10 Jahre danach 15% höheres Risiko (Husby, Wohlfahrt, and Melbye 2019)(Mucci et al. 2020).

Interviewgast Dr. med. Christoph Pies Facharzt für Urologie aus Stolberg in NRW und Autor zweier medizinischer Ratgeber zur Männergesundheit und , beide erschienen im Herbig-Verlag

http://www.pinkelpause.com

Endgültigkeit Familienplanung definitiv abgeschlossen, Thema Verhütung ein für allemal vom Hals. Beratung; unter 30 Jahren nur aus medizinischen Gründen. Zurückdrehen gelingt nicht immer. Bis zu 3% der Frauen, 80% Chance bei „Clip-Operation“, aber Eileiterschwangerschaft. Vaso-Vasostomie oder Refertilisierung, garantiert aber nicht, dass der Mann wieder zeugungsfähig wird.

Bevor ich das Wichtigste nochmal zusammenfasse

  1. Meine Bitte an Sie: // Wenn Ihnen dieser Gratis-Podcast gefallen, dann bewerten sie ihn bitte z.B. auf iTunes, mit einem kurzen schriftlichen Kommentar, z:B. RACE-Chris277 “Vielen Dank für diesen Podcast. Ich schätze die kompetente Information ohne “Tschakka” und Selbstdarstellung. Weiter so. UBS27 Ich … bin immer wieder dankbar ein abgewogense Wissen über Medizinthemen zu erfahren… und 5 Sternen Je nach Statistik 1.000-8.000 Hörer aber nur 71 Bewertungen und 6 Kommentare. Danke im voraus. …und teilen sie ihn laden sie Freunde dazu ein. So lernen noch mehr Menschen diesen Podcast kennen.
  2. Wie kommen wir in Kontakt // z. B. für Fragen, Anregungen und Themenwünsche 2 Gruppen: dort auch mehrmals pro Woche aktuelle und valide Infos, Facebook: Beitreten, Telegram: https://t.me/podcastgmpm,
    E-Mail: harald.schmidt@mac.com Einige sehr spezifische Beratungen oder einfach mal eine zweite Meinung Themenwünsche: Herpes ist behandelt, Entspannungstechniken/Stressresistenz, Bruxismus, Alkohol, Allgemeine Gesundheitsvorsorge (regelmäßige Check-ups, Krebsvorsorge, Impfungen, Fachärztliche Untersuchungen) - unter Berücksichtigung d. Alters. Manchmal auch ich Tipps zur technik. Vielen Dank dafür //

Pharma-Song: //
Der heutige Song lautet “The Vasectomy Song” von Barbershop Quartet in the "Sibling Rivalry” Episode von “Family Guy” kein Album Zitat: “A vasectomy's a medical procedure, one that makes you half a man … You make a small incision in the scrotal skin, isolate the vas and then you … snip” //
Zusammenfassung: 4 Methoden ohne Pille Irreversibel / Sterilisation / sicherste Frau häufigste Verhütung Weltweit; Mann einfacher, erhöhtes Risiko für Prostatkrebs Reversibel (keine annähernd so sicher wie die Pille, besser kombinieren) Sicherste = Kupferspirale Natürlichste = Temperatur, besser Hormoncomputer, wenige Apps Beliebteste natürliche Verhütung in Deutschland = Barriere (Kondom/Femidom, Diaphragma) Nicht sicherer als Temperatur mit Vorteil auch Schutz vor Geschlechtskrankheiten

Nächste Woche:

Belege

https://prostata-hilfe-deutschland.de/sterilisation-prostatakrebs/ Bhindi, Bimal, Christopher J. D. Wallis, Madhur Nayan, Ann M. Farrell, Landon W. Trost, Robert J. Hamilton, Girish S. Kulkarni, et al. 2017. “The Association Between Vasectomy and Prostate Cancer: A Systematic Review and Meta-Analysis.” JAMA Internal Medicine 177 (9): 1273–86. Chapelle, Claire F. la, Sebastiaan Veersema, Hans A. M. Brölmann, and Frank Willem Jansen. 2015. “Effectiveness and Feasibility of Hysteroscopic Sterilization Techniques: A Systematic Review and Meta-Analysis.” Fertility and Sterility 103 (6): 1516–25.e1–3. Husby, Anders, Jan Wohlfahrt, and Mads Melbye. 2019. “Vasectomy and Prostate Cancer Risk: A 38-Year Nationwide Cohort Study.” JNCI: Journal of the National Cancer Institute. https://doi.org/10.1093/jnci/djz099. Mucci, Lorelei A., Kathryn M. Wilson, Mark A. Preston, and Edward L. Giovannucci. 2020. “Is Vasectomy a Cause of Prostate Cancer?” Journal of the National Cancer Institute 112 (1): 5–6. Neumann, Wiebke, Tanja Uhrig, Matthias Malzacher, Verena Kossmann, Lothar R. Schad, and Frank G. Zoellner. 2019. “Risk Assessment of Copper-Containing Contraceptives: The Impact for Women with Implanted Intrauterine Devices during Clinical MRI and CT Examinations.” European Radiology 29 (6): 2812–20.


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